Negativer Ausblick für Europa und seine Banken

Die Krise hat Europa fest in der Hand. Begonnen hatte es mit der drohenden Staatspleite des Mitgliedslandes Griechenlands, doch wie sich sehr bald heraus stellte, schwelten die Probleme noch sehr viel tiefer als gedacht vor sich hin. Nun versuchen die Regierungschefs der Mitgliedsländer der Eurozone krampfhaft, nach Lösungen und Verbesserungsvorschlägen zu suchen. Besonders Italien, Spanien und Griechenland gehören zu den Sorgenkindern der Währungsgemeinschaft.

Doch auch Deutschland oder Frankreich, die stabilsten Volkswirtschaften der Union, schwächeln zusehends. In der vergangenen Woche sollte ein weiterer Eurogipfel in Brüssel ein wenig Licht ins Dunkle bringen, doch die zunehmend negative Haltung Großbritanniens tat wenig förderliches, um die Situation im Euroraum zu verbessern.
Schon Anfang des Jahres 2011 hatte Jürg Zeltner, der als CEO beim Wealth Management der UBS tätig ist, zu bedenken gegeben, dass damit zu rechnen sei, dass Entscheidungen von Regierungen oder Zentralbanken in diesem Jahr zu Handels- und Währungskonflikten führen könnten. Dass die Krise jedoch derart massiv ausfallen würde, hat wohl selbst er nicht einsehen können.

Nun droht die Ratingagentur Standard & Poor’s einer Reihe von Euroländern, die noch als relativ stabil galten, mit der Herabstufung ihrer Bonität. Unter den betroffenen Ländern befinden sich unter anderem auch Frankreich und Deutschland. Als Grund wird die zunehmende Unsicherheit und Unfähigkeit der Länder genannt, sich mit der Schuldenkrise in der Währungsunion auseinander zu setzen.

Wenn ein Land in seiner Bonität herabgestuft wird, so wird es für dieses schwieriger, am Kapitalmarkt zu günstigen Konditionen an frisches Geld zu gelangen. Doch mit der Drohung der Herabstufung einiger Länder ist es noch nicht getan. Inzwischen hat S&P auch mehreren Banken angedroht, deren Bonität ebenfalls herabzusetzen. Dazu gehören die Deutsche Bank, die Commerzbank, sowie zahlreiche französische Banken. Im Visier der Ratingagentur ist ebenso die EU an sich, darunter die Europäische Investitionsbank EIB, die Ziele der Europäischen Union durch langfristige Finanzierung tragfähiger Investitionen fördert, sowie die Entwicklungsbank des Europarates CEB, die unter anderem Projekte in Ausbildung, Umweltschutz und Gesundheit mit zweckgebundenen Darlehen fördert.

Knapp eine Woche ist es nun her, dass S&P die Drohungen ausgesprochen hat, das heißt, dass die Agentur innerhalb der nächsten 90 Tage über die Zukunft der Bonität der betroffenen Länder und Institutionen entscheiden wird.

Anika Glowania
Independent Content Services Ltd

Hohe Zinsen auf italienische Staatsanleihen

Es war nicht nur das unglückliche Griechenland, das unter den Euroraum Ländern, in diesem Sommer im Zuge der Finanzkrise, Probleme anmeldete. Auch Länder, die man bisher für relativ stabil gehalten hatte, so wie Italien und Spanien, kamen plötzlich in die Bredouille und gaben zu, große finanzielle Schwierigkeiten zu haben.

Die Schuldenkrise weitete sich schnell aus und nun spricht man gar von einer Rezession im Euroraum.
Dass es in diesem Jahr zu Problemen im Währungssektor kommen könnte, das sagte Jürg Zeltner, UBS Wealth Management CEO, schon zu Beginn des Jahres voraus: „Weltweit werden 2011 Regierungen und Zentralbanken weit reichende politische und wirtschaftliche Entscheidungen treffen. Die werden auch für andere Länder zu spüren sein. Und daraus können internationale Währungs- und Handelskonflikte entstehen.“

Zinsen

Schon bald mussten die Regierungschefs von Ländern wie Italien und Griechenland ihre ganz eigene Bilanz ziehen, die in beiden Fällen mit ihrem Rücktritt endete. Als Folge dieser Schritte erholte sich auch der Aktien- und Anleihenmarkt kurzzeitig wieder. In Anbetracht neuer Regierungen, so glaubte man, würde sich schon alles wieder bessern.

Doch dieser Effekt hielt nicht sonderlich lange an. Die Turbulenzen an den Märkten gehen weiter und die Anleger sind noch genauso verunsichert, wie zuvor. Besonders im Fall Italiens hätte man sich mehr von dem Regierungswechsel versprochen. Doch für Staatsanleihen muss das Land noch immer hohe Zinsbeträge an die Investoren zahlen, da diesen niemand so recht vertrauen will. Anfang der Woche hatte Italien Papiere im Wert von drei Milliarden Euro platziert, sie haben eine Laufzeit von fünf Jahren und einen Rekordzinssatz von 6,2 Prozent.

Im vergangenen Monat hatten vergleichbare Produkte noch bei 5,3 Prozent gelegen. Wenn man geglaubt hatte, der Amtsantritt des neuen Regierungschefs Mario Monti hätte dem Land in dieser Hinsicht etwas gebracht, liegt man also daneben, es könnte jedoch sein, dass durch diesen Schritt zumindest der Anstieg des Zinssatzes gedämpft worden ist. Das Prinzip, das gerade erkennbar wird, ist ganz normal. Wenn das Vertrauen der Käufer sinkt, dann steigt der Zinssatz automatisch an. Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass sich Italien und Griechenland bald um Reformen kümmern, um die Lage in den Griff zu bekommen.

Wie sicher sind „sichere Anlagen“?

Ein Stichwort war in diesem Sommer in der gesamten internationalen Finanzwelt nicht mehr wegzudenken. Und zwar der Begriff: „sichere Anlage“. Alle waren sie auf der Suche danach. Kein Wunder, denn so wie eine Krise auf die nächste folgte, ob nun in den USA oder in Europa, man wollte sich zu jedem Zeitpunkt sicher sein, dass sich die Investition, die man gerade tätigte, auch lohnen würde. Nicht so leicht getan wie gesagt. Natürlich war da das Gold. Der Preis des Edelmetalls erlebte in diesem Jahr seinen absoluten Boom. Ein Rekord nach dem anderen wurde gebrochen. Die Leute warfen sich förmlich auf das Gold, solange sie es denn in die Finger bekamen.

Dass es einfachere Dinge gibt, als sich die richtige Anlagestrategie auszusuchen, das weiß auch Jürg Zeltner, der als CEO beim Wealth Management der UBS tätig ist. Er sagt zu diesem Thema: „Die Zahl der Anlage- und Investitionsmöglichkeiten ist bereits heute fast unüberschaubar geworden und wächst täglich an Zahl und Produktvarianten. Gleichzeitig müssen Investitions – und Anlageentscheidungen immer schneller und zeitgleich zu den jeweiligen Marktzeiten getroffen werden, und das vor dem Hintergrund einer weltweiten Verkettung von Informationen, Ereignissen und Märkten. Kurz gesagt: Nie war die Komplexität der internationalen Finanzmärkte höher als heute, und sie nimmt ständig zu.

Diese Entwicklung bietet Anlegern und Investoren zahlreiche Chancen. Andererseits braucht man Erfahrung, Wissen und die Ressourcen, um schnell und zielsicher die richtigen Entscheidungen treffen zu können, wenn man das Anlagerisiko minimieren will.“

Nichtsdestotrotz lassen sich immer wieder zahlreiche Leute nicht davon abschrecken und legen weiterhin fleißig ihr Geld in die so genannten sicheren Anlagen wie Gold, Silber oder Immobilien an. Doch was passiert, wenn der Goldpreis in den Keller fällt, so wie es derzeit überraschenderweise der Fall ist? Aus Angst davor, im Notfall nicht liquide zu sein, verkaufen nämlich Investoren auf der ganzen Welt im Moment fleißig ihr Gold wieder, das sie im Sommer noch angehäuft hatten.

Und Immobilien? Die erleben zwar noch immer einen anhaltenden Boom, doch wie lange mag dieser noch andauern? Vielleicht sitzt man bald als Anleger auf den zahlreichen Stadtwohnungen und wird diese nur noch zu Spottpreisen wieder los. Deshalb sollte man immer vorsichtig sein, wenn man von so genannten „sicheren“ Anlagen spricht.

Autor: Bastian Weber

Immobilien nur in zentraler Lage gefragt

Wer sein Geld in diesen derzeit doch schweren und krisengeplagten Zeiten vernünftig anlegen will, der investiert, so wie es von den Experten empfohlen wird und allerorts bereits getan wird, in Immobilien. Die Entscheidung, in was im Moment zu investieren ist, wird vielen Anlegern auch wirklich nicht leicht gemacht.

Schon zu Zeiten, in denen es an den Märkten nicht so hoch her geht wie derzeit, ist es nicht immer einfach, die richtige Anlage zu finden. Das sieht auch der UBS Wealth Management CEO Jürg Zeltner so: „Die Zahl der Anlage- und Investitionsmöglichkeiten ist bereits heute fast unüberschaubar geworden und wächst täglich an Zahl und Produktvarianten. Gleichzeitig müssen Investitions – und Anlageentscheidungen immer schneller und zeitgleich zu den jeweiligen Marktzeiten getroffen werden, und das vor dem Hintergrund einer weltweiten Verkettung von Informationen, Ereignissen und Märkten.“

Im Moment ist die Lage auf den Märkten besonders angespannt. Die Konjunktur in den USA schwächelt, in Europa steht eine mögliche Zahlungsunfähigkeit Griechenlands bevor und wer weiß denn schon, was noch alles passieren kann, immerhin hat das laufende Jahr noch ganze drei Monate, in denen etwas schief gehen kann. Die Anleger verunsichern diese Szenarien zutiefst. An den Börsen ging es in den letzten Wochen turbulent zu, man wusste nicht mehr, auf was man sich noch verlassen konnte. Doch die Investition in Immobilien gilt schon seit langem als sicher. In diesem Sommer kam es zu einem regelrechten Immobilien-Boom in Deutschland. Besonders in beliebten Großstädten wie Hamburg, München oder Frankfurt schossen die Häuser- und Wohnungspreise nur so in die Höhe und machten die ohnehin schon teuren Städte bald zu einem unbezahlbaren Pflaster für all diejenigen, die vielleicht wirklich nur eine Immobilie zur Eigenbenutzung erstehen wollten.

Doch im Zuge des Runs auf die Immobilien in den Städten vergaß man scheinbar, dass es auch in ländlichen Gegenden wunderschöne Anwesen zu kaufen gibt. Viele Villen auf dem Land sind zu Spottpreisen zu erhalten. Nur weil die meisten Käufer zentrale Lagen bevorzugen, kann das einen Preis in die Tiefe treiben. Dabei ist die Bausubstanz in den meisten Fällen hervorragend. Vielleicht wird das zum nächsten Boom, wenn die Anleger in den Städten nichts mehr zu holen haben.

Autor: Bastian Weber

Immobilien in deutschen Großstädten weiterhin heiß begehrt

In was investiert man in der heutigen Krisenzeit eigentlich noch, wenn nicht in die so hochgejubelten, sicheren Anlagen Gold und Silber? Aktien fallen für viele Anleger flach, da ihnen die Kurse derzeit zu drastische Wendungen nehmen und die Indexe weltweit nicht gerade gut stehen. Auch Staatsanleihen sind nur für besonders risikowillige Investoren eine wirkliche Lösung. Man sieht, die Krise in Europa, ausgelöst durch die Schwierigkeiten in Griechenland, sowohl als auch in Italien und Spanien, und auch die in den USA, die durch die drohende Zahlungsunfähigkeit des Landes und eine schwächelnde Konjunktur ins Rollen gebracht wurde, haben ihre Spuren hinterlassen. Die meisten Anleger sind zutiefst verunsichert und wissen nicht, in was man derzeit guten Gewissens noch investieren soll.

Schon vor diesem krisenreichen Sommer hatte Jürg Zeltner, CEO des UBS Wealth Managements zum Thema Anlagen ein, auch heute noch passendes, Statement abgegeben: „ Die Zahl der Anlage- und Investitionsmöglichkeiten ist bereits heute fast unüberschaubar geworden und wächst täglich an Zahl und Produktvarianten. Gleichzeitig müssen Investitions – und Anlageentscheidungen immer schneller und zeitgleich zu den jeweiligen Marktzeiten getroffen werden, und das vor dem Hintergrund einer weltweiten Verkettung von Informationen, Ereignissen und Märkten.“

Doch halt, da war doch noch eine andere Möglichkeit, wie man sein Geld gescheit und meist sicher anlegen kann. Richtig, die Immobilien. Und gerade in der derzeitigen Lage wird das wieder so manchem bewusst. Die Hauspreise hatten sich lange Zeit auf einem relativ niedrigen Level gehalten und gerade deshalb wurde auf diesem Markt gerne und viel aufgekauft. Viele Investoren kauften sich ein Haus oder eine Eigentumswohnung und beschlossen, auf bessere Zeiten zu warten und diese dann wieder zu veräußern. Inzwischen sind Immobilien jedoch so stark gefragt, dass es kaum mehr Angebote auf dem Markt gibt und damit sind natürlich auch die Preise wieder extrem nach oben geschossen.

Besonders in den deutschen Großstädten wie Hamburg, Frankfurt oder München sind Immobilien beliebter denn je und inzwischen weder einfach zu kriegen noch leicht erschwinglich. Allein in Hamburg liegen Preise für Neubauten bei acht Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Dahinter liegt Frankfurt, das den Bundesdurchschnitt um sechs Prozent schlägt. Den Spitzenplatz bei den teuersten Preisen übernimmt jedoch wieder einmal München, hier wird so viel für Immobilien gezahlt wie sonst nirgends in Deutschland.

Autor: Bastian Weber

Offene Immobilienfonds als Alternative zum Hauskauf

Immobilien gelten nach wie vor, neben den im Moment einen absoluten Boom erlebenden Edelmetallen, zu den sichersten Anlagestrategien. In den vergangenen Monaten, die von Krisen auf den Finanzmärkten gezeichnet waren, haben sich immer mehr Anleger in den Kauf von Immobilien geflüchtet. Das führte dazu, dass die Nachfrage das Angebot bald enorm überstieg und die Preise in die Höhe getrieben wurden.

Doch was als sichere Anlage gilt, ist derzeit eben äußerst beliebt. Schließlich weiß jeder, der sich schon mit diesem Thema beschäftigt hat, wie wichtig es ist, besonders in diesen krisenreichen Zeiten die richtige Anlagestrategie zu finden. Jürg Zeltner, der beim UBS Wealth Management als CEO tätig ist, sagt passenderweise zu diesem Thema: „Nie war die Komplexität der internationalen Finanzmärkte höher als heute, und sie nimmt ständig zu.

Diese Entwicklung bietet Anlegern und Investoren zahlreiche Chancen. Andererseits braucht man Erfahrung, Wissen und die Ressourcen, um schnell und zielsicher die richtigen Entscheidungen treffen zu können, wenn man das Anlagerisiko minimieren will.“

Was ist jedoch, wenn man bloß Kleinanleger ist und sich den Kauf einer teuren Immobilie einfach nicht leisten kann? Für diesen Fall gibt es die Möglichkeit der offenen Immobilienfonds. Darunter kann man eine Beteiligung verstehen, die dann einen gewünschten Immobilienanteil im Portfolio ausmacht. Der Anleger kann mit kleinen Beträgen einsteigen, beispielsweise bloß mit 50 Euro im Monat. Wie hoch der Anteil im Portfolio letztendlich ist, kann jeder selbst entscheiden. So empfiehlt die Commerzbank den Kunden beispielsweise 15 bis 20 Prozent.

Obwohl Immobilien als sicherste Anlage überhaupt bekannt sind, wird kein höherer Prozentsatz empfohlen. Den Turbulenzen auf den Finanzmärkten sei einfach nicht zu trauen, so ein Experte aus dem Wertpapiersektor der Commerzbank.

Es gab eine Zeit, in der Immobilienfonds keine Verluste machten. Diese Zeiten sind jedoch auch vorbei. So machten etwa 4 von 15 Fonds, die für Kleinanleger geeignet sind, in den letzten 12 Monaten Verluste. Das resultiert daraus, dass Gebäude mit der Zeit einfach an Wert verlieren oder sie vom Fonds zu teuer eingekauft wurden.

Erstaunlicherweise haben die derzeitigen Entwicklungen auf den Finanzmärkten wenig damit zu tun, das wird sich dann erst später nieder schlagen, wenn die Konjunktur betroffen ist und die Mietnachfrage sinkt.

Autor: Bastian Weber

Hohe Rohstoffpreise nach Streik im Bergbau

Während es auf den Finanzmärkten aufgrund der aktuellen Krisenlage in den USA und auch in Europa ohnehin schon turbulent zugeht, wird jetzt durch einen ganz anderen, wenn auch kleineren Krisenherd, die Stimmung auf den Rohstoffmärkten weiter angeheizt. Die Verunsicherung der Investoren steigt und die auch sonst schon relativ unübersichtliche Lage auf dem Anlagemarkt entspannt sich dadurch nicht. Auch Jürg Zeltner, CEO des Wealth Management der UBS gibt zu: „Die Zahl der Anlage- und Investitionsmöglichkeiten ist bereits heute fast unüberschaubar geworden und wächst täglich an Zahl und Produktvarianten. Gleichzeitig müssen Investitions- und Anlageentscheidungen immer schneller und zeitgleich zu den jeweiligen Marktzeiten getroffen werden, und das vor dem Hintergrund einer weltweiten Verkettung von Informationen, Ereignissen und Märkten.“

In Chile, Australien und Südafrika hat erst kürzlich ein Streik unter den Bergbauarbeitern die Rohstoffpreise in die Höhe schnellen lassen. Dabei ist dies eigentlich sogar der Grund für den Streik. Den Arbeitern ist es nicht verborgen geblieben, wie schnell die Preise für Industrie- und Edelmetalle, aber auch Kohle und Diamanten in die Höhe geschossen sind. Die Minenkonzerne kassieren die Gewinne und nun verlangen die Arbeiter ihren Anteil am Geschäft. Der Streik hat nun allerdings zur Folge, dass die Preise noch weiter ansteigen, da bei den Anlegern die Angst vor einer Angebotsverknappung umgeht.

Vor allem beim Kupfer zeichnet sich dies ab. Die weltgrößte Kupfermine Escondida in Chile wird bestreikt und dies katapultiert den Preis für Kupfer in die Höhe. Pro Tonne zahlt man bereits 9831 Dollar, das entspricht einer Steigerung von 1,8 Prozent. Schon vor dem Streik war der Kupferpreis gestiegen, undzwar um das Dreifache innerhalb der letzten zwei Jahre. Auch Goldminen sind von dem Streik betroffen, vorallem in Südafrika. Dort legten etwa 200.000 Arbeiter ihren Dienst nieder. So auch im Kohlebergbau in Minen in Australien und Afrika. Der Kohlepreis, der nach den Produktionsausfällen durch die Überschwemmungen in Australien im Frühjahr eh schon gestiegen war, wird wohl weiter stark zulegen.

Nach den Streiks in den Kupferminen gehen Experten davon aus, dass die Kupferproduktion in diesem Jahr erhebliche Verluste einfahren wird und möglicherweise bis zu 100.000 Tonnen weniger als gewöhnlich gewonnen werden.

Autor: Bastian Weber

Nachhaltige Anlagen

Die Möglichkeiten der Investitionen und Anlagen werden immer komplexer, so beschreibt Jürg Zeltner, CEO des Health Management der UBS die derzeitige Lage auf dem Markt. „Nie war die Komplexität der internationalen Finanzmärkte höher als heute, und sie nimmt ständig zu. Diese Entwicklung bietet Anlegern und Investoren zahlreiche Chancen. Andererseits braucht man Erfahrung, Wissen und die Ressourcen, um schnell und zielsicher die richtigen Entscheidungen treffen zu können, wenn man das Anlagerisiko minimieren will.“ Immer mehr Anleger entscheiden sich dabei heute für nachhaltige Anlagen, da sie nicht in Unternehmen investieren wollen, die für Ideen stehen, die sie als ethisch oder ökologisch nicht vertretbar halten.

Die Nachfrage nach nachhaltigen Anlageprodukten soll nun durch eine neue Transparenzregelung deutlich gesteigert werden. Seit letztes Jahr eine Änderung im Versicherungsaufsichtsgesetz in Kraft getreten ist, müssen Verbraucher nun schon vor Vertragsabschluss über entsprechende Anlageziele informiert werden.

Walter Kahlenborn, Geschäftsführer des Forums Nachhaltige Geldanlagen (FNG) bezeichnete diese Änderung als „Meilenstein für nachhaltiges, sozial und ökologisch verantwortliches Investment in der betrieblichen Altersvorsorge“. Frankreich und Großbritannien dienen in diesem Fall als Vorbild für dieses Format, wo durch die Berichtspflicht keine wirtschaftlichen Nachteile erkennbar wurden.

Das Gesetz schreibt vor, dass nun auch alle Pensionskassen von Betrieben und betriebliche Direktversicherungen ihren Kunden jährlich vorlegen müssen, ob und wie sie ökologische, soziale und ethische Kriterien bei der Kapitalanlage berücksichtigen. Laut verschiedener Studien, könnten Pensionskassen nur von nachhaltigen Kapitalanlagen profitieren, da diese hohe Renditen bieten und ihnen zudem ein positiveres Image verschaffen. Es zeigte sich, dass Kapitalrendite und Gewinn pro Aktie nachhaltig wirtschaftender Konzerne weitaus besser abschnitten als die nicht- nachhaltiger Konzerne. Für viele deutsche Nachbarländer ist dieses System keine Neuigkeit. So wuchs der Markt nachhaltiger Kapitalanlagen allein in Großbritannien um 18 Prozent innerhalb eines Jahres.

Es ist Anlegern möglich, gezielt in nachhaltige Branchen wie erneuerbare Energien, Wasseraufbereitung und Umwelttechnik zu investieren. Dies kann die Chancen auf hohe Renditen erhöhen, Analysten warnen jedoch vor dem Risiko einer starken Konzentration und einer starken Abweichung von der konventionellen Benchmark und empfehlen Themenanlagen als Beimischung.

Es wird geraten, in die aus ökologischer, ökonomischer und sozialer Sicht Besten einer Branche zu investieren. Dies wird als „Best in Class“ Ansatz bezeichnet. Dieser gewährleiste eine breite Diversifikation und ein überschaubares finanzielles Risiko. Trotzdem müsse man selbstverständlich immer mit einem Restrisiko rechnen.

Großanleger haben mittlerweile verbreitet die Gelegenheit, ihre Portfolios nach Best-in-Class, Negativ und Positivkriterien zu prüfen und zu verwalten.

Autor: Bastian Weber

Honorarberatung, Vor- oder Nachteil?

Honorarberater sind selten. Die meisten Kunden ziehen eine Beratung durch Anlageexperten bei Banken vor. Die Anzahl an Honorarberatungen ist verschwindend gering, was wohl vor allem an den hohen Beratungskosten liegt.

Jürg Zeltner, CEO des UBS Wealth Management, ist der Meinung, dass die Zeit, in der sich Anlageberater darauf konzentrierten, neue Gelder anzuziehen, ohne viel Gewicht auf die für ihre Kunden erzielte Performance zu legen, endgültig vorbei sei. Dies könnte auf Honorarberater genauso zutreffen wie auf diejenigen, die bei einer Bank angestellt sind.

In der Theorie scheint die Entscheidung, sich von einem Honorarberater weiterhelfen zu lassen, nur Vorteile zu bringen. Wenn man sich als Kunde auf eine unabhängige Beratung verlassen möchte, dann ist man bei einem Honorarberater höchstwahrscheinlich an der richtigen Adresse. Dieser verkauft schließlich nicht die Produkte einer Bank, sondern hat nur die Aufgabe, das für den Kunden geeignetste Produkt aus einer breiten Angebotspalette herauszusuchen, ohne dafür eine Provision einzukassieren.

hornorarberatung

Auch Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner von der CSU ist eine klare Verfechterin dieses Modells und würde es gerne sehen, dass „das Berufsbild Anlageberater auf Honorarbasis gesetzlich geregelt wird“, um Missbrauch zu vermeiden und dem Kunden klar zu erkennen zu geben, dass er es tatsächlich mit einem unabhängigen Berater zu tun hat. Die Bundesregierung werde sobald wie möglich prüfen, wie dieses Berufsbild gesetzlich geregelt werden könne, um dem Verbraucher eine geeignete Alternative zu der in Deutschland etablierten Provisionsberatung zu bieten.

Nur durchsetzen muss sich diese Alternative erst einmal. Vor allem die hohen Beratungskosten, die von Honorarberatern verlangt werden, schrecken viele Kunden ab. Eine kürzlich durchgeführte Umfrage ergab, dass nur ein verschwindend geringer Anteil an Kunden mehr als 100 Euro pro Stunde an Beratungsgebühren ausgeben möchte. Hier liegt der große Nachteil gegenüber dem Anlageberater bei einer Bank darin, dass die Kunden auch zahlen müssen, wenn sie sich nicht für den Vorschlag des Honorarberaters entscheiden. Leicht kommt bei diesem Konzept der Verdacht auf, dass Berater die Dinge noch unnötig komplizieren, um mehr Zeit herauszuschlagen oder dem Kunden möglicherweise sogar eine weitere Beratung anzubieten. Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg schlägt deshalb vor, die Honorarberatung müsse ebenfalls Regeln unterzogen und von der Finanzaufsicht Bafin beaufsichtigt werden.

Die Wahl eines Vermögensverwalters

Wer über ein großes Vermögen verfügt, ist oftmals durch seinen Beruf so eingespannt, dass ihm kaum Zeit bleibt, sich mit einer gewinnbringenden Geldanlage zu befassen. Nicht jeder hat das nötige Fachwissen, die Zeit oder schlichtweg das Interesse, sich intensiv mit der Vielzahl der verfügbaren Anlageformen und aktuellen Geldmarktentwicklungen zu befassen. Dennoch muss man sich nicht damit begnügen, das Ersparte auf einem Konto versauern zu lassen, denn wenn man einen Vermögensverwalter mit der Verwaltung des eigenen Vermögens beauftragt, wird dieser sich mit genau diesen Fragen beschäftigen. Als Kunde kann man sich zurücklehnen, denn man muss nicht mehr aktiv an Anlageentscheidungen teilhaben, sondern kann sich darauf verlassen, dass der Verwalter diese anhand von im Vorfeld vereinbarten Grundsätzen Sinne des Kunden übernimmt.

Professionelle Vermögensverwaltung beinhaltet allerdings nicht nur die Investition des Vermögens, sondern hat eine ganzheitliche finanzielle Optimierung zum Ziel. „Dazu gehört die Berücksichtigung steuerlicher Aspekte ebenso wie die Strukturierung des Vermögens, die sorgfältige Planung der Vermögensübertragung oder oft auch die Überführung betrieblichen Vermögens in Privatvermögen“, erklärt Jürg Zeltner CEO Wealth Management UBS.

Vermögensverwalter

Professionelle Vermögensberater akzeptieren ein Verwaltungsmandat erst ab einer Summe von 500.000 Euro, manchmal gar erst ab 1 Million Euro. Dass man bei Summen in dieser Größenordnung bei der Auswahl des Vermögensberaters oberste Vorsicht walten lassen sollte, liegt auf der Hand. Die Sicherheit Ihres Vermögens sollte immer an oberster Stelle stehen. Entscheiden Sie sich daher nie für einen Vermögensverwalter, ohne sich versichert zu haben, dass dieser eine Genehmigung zur Finanzportfolioverwaltung von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht besitzt und so deren Aufsicht unterliegt. Leider hört man immer wieder von schwarzen Schafen, die sich mit dem ihnen anvertrauten Geld aus dem Staub machen. Um dies zu verhindern, müssen Sie sichergehen, dass Sie stets Inhaber der Konten oder Depots sind.

Ebenso wichtig ist die Unabhängigkeit des Verwalters. Seine Aufgabe ist es, in Ihrem Auftrag und im Sinne Ihrer Interessen zu handeln. Dies ist allerdings nur möglich, wenn er nicht an bestimmte Produkte oder Anbieter gebunden ist. Fragen Sie sich, ob der Verwalter seine Interessen oder Interessen Dritter verfolgt, oder ob er bei der Anlage Ihres Vermögens wirklich frei handeln kann.

Die Vermögensverwaltung ist mehr als viele andere Berufsfelder eine Frage der Erfahrung. Scheuen Sie sich nicht davor, den Vermögensverwalter bei einem ersten unverbindlichen Beratungsgespräch nach seiner Erfahrung in dieser Tätigkeit zu fragen. Wenn Sie nicht von seiner Kompetenz überzeugt sind, hören Sie sich besser noch weiter um.

Bevor Sie einem Verwalter eine Vollmacht erteilen und dann nicht mehr aktiv in Anlageentscheidungen eingreifen können, sollten Sie in persönlichen Gesprächen eine detaillierte Anlagestrategie absprechen. Erklären Sie dem Verwalter in Ruhe Ihre Lebenssituation, Ihr individuelles Zeitfenster und ihre Risikovorstellungen. Nicht jede Strategie ist für jeden Anleger geeignet, sondern ist abhängig von vielen Faktoren, wie Familienstand, Alter und persönlichem Sicherheitsbedürfnis. Ein Vermögensverwalter muss dies in seiner Anlagestrategie berücksichtigen, schließlich handelt er in Ihrem Auftrag. Haben Sie daher keine Angst davor, klar zu sagen, wenn Sie sich mit den Vorschlägen des Verwalters nicht wohlfühlen.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen