Immobilienbesitzer – Eigenheim statt Miete

Eigenheim statt Miete

Aktuelle Umfrage: Die meisten Immobilienbesitzer würden “es” wieder tun

(djd). Für 95 Prozent der deutschen Eigenheimbesitzer oder angehenden Bauherren ist der Aspekt, im Alter mietfrei wohnen zu können, ausschlaggebend bei der Entscheidung für die eigenen vier Wände. Das ergab eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der Allianz Deutschland AG unter 1.000 deutschen Immobilienbesitzern und -planern. Ebenso wichtig ist den Befragten die Aussicht, im Eigenheim vor Mieterhöhungen oder einer Kündigung sicher zu sein. Und neun von zehn Befragten entscheiden sich für das Eigenheim, weil man hier tun und lassen kann, was man will.

Beratungsbedarf ist gewachsen

Die Mehrheit der Immobilienbesitzer hat den Einzug in die eigenen vier Wände nie bereut. 65 Prozent derjenigen, die ein Eigenheim erworben haben, würden dies “auf jeden Fall” wieder tun, und 24 Prozent “wahrscheinlich”.

Auffällig ist, dass die heutigen Interessenten einen höheren Beratungsbedarf haben als die Eigentümer, die in den vergangenen Jahren ein Haus oder eine Wohnung erworben haben. Während heute 73 Prozent vorhaben, sich bei der Finanzierung durch einen Experten beraten zu lassen, haben in den vergangenen Jahren nur 55 Prozent der heutigen Eigentümer einen Berater aufgesucht.

Immobilienbesitzer
Die derzeit historisch niedrige Zinsphase sollten Immobilienplaner nutzen, um sich die aktuellen Zinsen langfristig zu sichern.
Foto: djd/Allianz Leben


Für Dr. Peter Haueisen, Fachbereichsleiter Baufinanzierung bei der Allianz Lebensversicherungs-AG, zeichnet diese Entwicklung einen generellen Trend nach: “Angesichts wirtschaftlicher Krisen sind die Konsequenzen finanzieller Entscheidungen längst nicht mehr so leicht zu kalkulieren wie früher. Das gilt auch für die Wahl der persönlich richtigen Baufinanzierung. Hinzu kommen steuerliche Bedingungen und staatliche Förderungen, die für den Laien oft nicht einfach zu durchschauen sind.”

Wissenslücken bei Zinsbindungsfristen

Zinskonditionen sind ein weiterer Knackpunkt bei der Baufinanzierung. Für drei
von vier Befragten ist die Höhe der Zinsen “sehr wichtig”. Dr. Peter Haueisen: “Die derzeit historisch niedrige Zinsphase ist günstig, um sich die aktuellen Zinsen langfristig zu sichern. Ein Vergleich lohnt allemal. Lebensversicherer beispielsweise profitieren von ihrer günstigen Refinanzierung aufgrund laufender Beitragseinnahmen und geben dies als Zinsvorteil an ihre Kunden weiter.”

Wie lange sich die Niedrigzinsen sichern lassen, ist allerdings nur wenigen bekannt: Lediglich jeder fünfte Immobilienbesitzer oder Immobilienplaner weiß, dass sich die Zinsbindung bei manchen Anbietern bis zu 25 Jahre festschreiben lässt. Die Mehrheit tippt auf eine maximal mögliche Zinsgarantie von bis zu zehn Jahren.

Marathon statt Sprint

Entscheidend bei der Immobilienfinanzierung ist für neun von zehn Befragten nicht der niedrigste Zinssatz, sondern die Aussicht, sich durchschnittlich niedrige Zinsen für einen längeren Zeitraum zu sichern. “Kleine Unterschiede über die gesamte Laufzeit können am Ende große Kostenunterschiede ausmachen”, sagt Dr. Peter Haueisen von der Allianz Leben. “Dasselbe gilt für die Zinsbindung. Da kann ein um 0,40 Prozentpunkte höherer Zins, über 25 Jahre festgeschrieben, unterm Strich viel günstiger sein als ein aktueller Tiefstzins mit einer Laufzeit von nur zehn Jahren.”

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